Feelgood Manager Lino - tierisch Glück gehabt

Bling! Der Fahrstuhl hält in der zwölften Etage und ich mache mich auf in das Büro der VB Business Group.

Kaum habe ich die Klingel zum Büro betätigt, wird das Signal mit einem kurzen Wuff quittiert und Lisa, Recruiterin bei Searchtalent, einer digitalen Recruiting-Lösung mit KI, kommt strahlend auf mich zu.

Man könnte meinen, die gute Laune im Büro läge am bunten Wandanstrich - schnell wird aber klar, dass der hauseigene “Feelgood Manager” Lino sein Übriges tut, um allen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

“Wir haben wirklich Glück gehabt mit ihm”, erzählt Lisa. Lino ist ein spanischer Straßenhund, der von einem deutschen Tierschutzverein gerettet und anschließend von Lisa adoptiert wurde.

“Wir gehen vor der Arbeit, in der Mittagspause und nach der Arbeit draußen spazieren. Hier kann sich Lino seinem Lieblingsspiel mit dem Ball widmen und nach bester Hundemanier auf der Wiese hinter dem Büro austoben. Dann ist Lino schon sehr ausgelastet und schläft eigentlich den ganzen Tag, wenn er nicht gerade von den Kollegen Streicheleinheiten bekommt.”

Lino, der in seinem in Markenfarben gehaltenem Pulli definitiv als vollwertiges Teammitglied zählt, zwinkert uns zu.

“Wenn Lino im Büro ist, sind alle definitiv entspannter und fröhlicher. Das liegt daran, dass Oxytocin ausgeschüttet wird, ein Hormon, das die Stresshormone Insulin und Cortisol senkt. Gleichzeitig stößt es die Produktion des Glückshormons Dopamin an”, erzählt Lisa.

“Außerdem zwingt Lino uns und vor allem mich, Pausen zu machen. Besonders zu Zeiten, wo wir eine enge Deadline haben und alle dazu tendieren, sich komplett auszupowern, bring Lino uns auf den Boden der Tatsachen zurück. Wir bewegen uns mehr und schaffen es, für ein paar Minuten abzuschalten.” Dass das langfristig gesünder und förderlich für das Büroklima ist, behauptet auch der Bundesverband für Bürohunde. Dieser setzt sich dafür ein, dass Arbeitgeber, sofern möglich, die Aufnahme von Office Dogs erlauben und sogar anstoßen.

“Für mich ist die Erlaubnis, meinen Hund mitzubringen, tatsächlich ein Ausschlusskriterium bei der Arbeitssuche”, verrät Lisa und ist damit nicht alleine.

Der BV für Bürohunde hat aus diesem Grund sogar eine Jobplattform ins Leben gerufen. Arbeitgeber, die Bürohunde zulassen, zeigen, dass ihnen der Mensch und dessen Work-Life-Balance wichtig ist. Die Anwesenheit von Bürohunden ist also eines von vielen Zeichen, die Aufschluss auf die Teamkultur und Arbeitsatmosphäre in Unternehmen geben können. Auch andere Team-fokussierte Foren und Plattformen wie Kununu und Wantedly stellen solche Faktoren mehr und mehr in den Vordergrund.


“Lino hat auch einen sehr großen Einfluss auf unseren Zusammenhalt in der Firma. Seit er hier ist, kommen unsere Kollegen aus der Entwicklung immer mal wieder zu uns ins Büro, um “hallo” zu sagen und eine kurze Pause einzulegen. Das hat natürlich gleichzeitig die Kommunikation zwischen den Teams verbessert!”

Linos bester Freund - außer Lisa - ist Christoph, ein Developer von nebenan. Aber eigentlich schließt der kleine Kerl sofort jeden ins Herz.

Natürlich kann nicht jeder Hund sofort ein Bürohund werden. Damit ein Zusammenleben klappt, sollte einerseits der Hund einige Voraussetzungen erfüllen und andererseits das Büro hundefreundlich gestaltet sein.

“Sehr junge, sensible oder verhaltensauffällige Hunde sind in vielen Bürosituationen gestresst, was auf Dauer nicht gut gehen kann. Natürlich ist alles sowohl eine Frage der Erziehung als auch des Charakters des Hundes, aber als Hundebesitzer sollte man das vorab sorgfältig überlegen. Das Büro sollte natürlich auch geeignet sein. Es ist zum Beispiel gut, wenn der Hund eine Ecke für sich oder einen Rückzugsort hat und Welpen oder ältere Hunde nicht jeden Tag sieben Stockwerke ohne Fahrstuhl bewältigen müssen”, rät Lisa.

“Letztendlich ist es wichtig, dass sich beide Parteien aufeinander einlassen können. Wenn jemand eine Tierhaarallergie und Angst vor Hunden hat, ist es ebenso wichtig, das zu akzeptieren, wie die Bedürfnisse und Umstände der Tiere zu respektieren, die mitgebracht werden sollen.” Ein respektvolles Miteinander ist dabei unumgänglich und führt oft zu unerwarteten Freundschaften zwischen Tier und Mensch.

Wem sie letztendlich einen Bürohund empfehlen würde?

“Sagen wir es andersherum: es gibt niemandem, dem ich keinen Bürohund empfehlen würde. Wenn die Voraussetzungen geschaffen werden können, sind sie die besten Kollegen, die man sich wünschen kann!”

Darauf ein wau!

Wenn ihr auch einen Bürohund adoptieren möchtet, dann schaut doch mal beim Tierschutzverein vorbei. Hier warten Bärchen & Co. auf ihr neues Rudel!

Office Pawtners's job postings
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